18.03.2006 - Geburtstag von Tanja und Karo im "Klub Louise" Dresden
Zwei Monate nach dem ersten Auftritt folgte am 18.03. unser zweiter im Club Louise, dem gemütlichen Partykeller des gleichnamigen Stadtteilhauses, in dem das Bier einen Euro kostet, oftmals Oi!- und Punkrock-Konzerte sowie ab- und zu Skanighter stattfinden. Es trat bis jetzt aber noch keine Skaband dort auf, somit hatten wir die Ehre, als erste Offbeatcombo die Ohren des Publikums mit live gespielten Klängen jamaikanischer Musik zu verwöhnen. Dass dieser Auftritt auf unsrer Seite nicht angekündigt wurde, hat den Grund, dass es eine Privatveranstaltung war, auf der zwei Mädels der sonst dort organisierenden "Gang Bang Gang" - Tanja und Karo - ihren Geburtstag feierten. Wir spielten zusammen mit zwei anderen Bands, den "Midnight Devils" aus Greifswald (Street Rock'n'Roll) und "Otstoi", einer Dresdner Punkrockband, die schon seit Jahren existiert und auftritt, obwohl sie gar nicht proben ;-).
Wir haben uns kurz nach 7 in dem Schuppen eingefunden und "Otstoi" war schon beim Soundcheck, "Midnight Devils" folgten, so dass wir gegen 8 unsre Instrumente verzwapfen konnten; wir sollten als erste Band auftreten. Halb 9 - schon verschwitzt von 3 Minuten Probe spielen - durften wir erstmal unsre Mägen mit dem füllen, was den Bands als Nahrung angeboten wurde: Kartoffeln und Quark. Es war also gut schmeckende Hausmannskost, die einem vorgesetzt wurde, auch wenn die Leberwurst aussah wie Thunfischbrotaufstrich (trotzdem danke Kai, der Versuch zählt ;-)).
Der nun mit fester Nahrung gefüllte Magen sollte jetzt Bekanntschaft mit dem allseits beliebten Brotersatz Gerstensaft machen. Halb 10 sollte es losgehen, um 10 ging es dann wirklich los, nachdem man mit Gequatsche und Rauchen fertig war. Das "Intro", ein Instrumentalstück, bildete logischerweise den Auftakt unsres Auftrittes. "This is Ska!" folgte und spätestens hier stellte man wieder fest, wie geil es ist, auf einer Bühne zu stehen (gut, "Bühne" ist vielleicht das falsche Wort� nennen wir es "Plattform" ;-)) und mit Herzblut den "Blue Beat Blowjob" zu tun.
Nach den ersten 3 Stücken zog ich mein Jackett aus, da ich schwitzte wie nach 15 Minuten Saunierens. Wolle hatte sogar zum Jackett noch seine Schiebermütze auf und bei ihm dauerte es mindestens weitere drei Lieder, bis er sich dazu entschloss, beides lieber abzulegen. Die Stimmung war durchweg sehr gut und schon jetzt gab es einige, die zum Beispiel "Diese Liebe" mitsingen konnten, was ich sehr belustigend fand und was die Stimmung noch weiter verbesserte und die Tanzbeine in Schwung brachte.
Einige Fehler, wie gewisse Schlagzeug- und Trompetenverzwapfungen, waren sicherlich vorhanden, dennoch lief es im Großen und Ganzen reibungslos ab. Die Tonabmischung war gut, die Texte waren zu verstehen und die Lautstärke der einzelnen Instrumente war (dank professionellem Monitorersatz - zwei alte Schlagzeugfelle als Reflektoren an den Bläsermikros) relativ ausgewogen. Nach über der Hälfte des Auftritts zündete man sich erstmal die extra vorher in den Ascher reingelegten Kippen an, weil es einfach von Nöten war ;-)
Zwei Zugaben haben wir gespielt, insgesamt 18 Lieder; dann war nach etwa 80 Minuten ein gelungener zweiter Auftritt zu Ende. Wir hatten immense Lust, noch ein paar Lieder zu spielen, aber wir waren schließlich nicht die einzige Band an diesem Abend. So schloss man seine Instrumente ein und bewegte sich gleich erstmal gen Bar, um dem Hopfenblütentee zu huldigen und etwas über den Auftritt zu quatschen. Etwas später wurden noch ein paar Bandfotos von Albis Schnecke geschossen und danach lauschte man den anderen Bands.
Thomas ging schon recht zeitig, aber er ist ja auch der Jüngste :-). Dem folgten später Albi plus Frau, die den Rest des Abends wahrscheinlich lieber mit anderen Sachen verbringen wollten, statt dem Punk zu lauschen ;-) und Bernd, der nach dem Auftritt von Otstoi leichte Ermüdungserscheinungen an den Tag legte.
Strolchi, Wolle, Marian und ich blieben bis zum Ende und verbrachten die Zeit mit genial-humoristischen Einlagen wie zum Beispiel dem "Salzstangen im Bier"-Gag und der Kritik an den Geschmacksnerven von Leuten, die "Porter" als Bier bezeichnen. Marian war so gut dabei, dass er beim Durchkreuzen des Kneipenraumes jedes Mal circa 12 Personen mitschleifte und er dann in etwa so ansprechbar war wie ein gut gefüllter Zementmischer. Wolle hingegen ist auf dem besten Wege, zum Rockstar zu werden - zweiter Auftritt, erstes Groupie abgeschleppt :-D. But we're The Gents�this is not our image, this is our game! ;-)
Fazit: Gar köstlicher Abend!